MEINE TIERE

 

PAULCHEN   *06. Oktober 2007

Beginnen wir mit dem Tier, was mich bereits am längsten begleitet. Paulinchen ♥ Paulinchen – in der Regel Paulchen genannt- lebt bei mir, seitdem ich 9 Jahre alt bin. Da sie damals an einem schweren Eisenmangel gelitten hat und sehr schwach war, habe ich sie gemeinsam mit meiner Familie mit der Flasche aufgezogen und sie hat mehr als ein halbes Jahr mit uns in unserer Wohnung gelebt. Damals war sie lange Zeit nahezu mein Lebensmittelpunkt und wir beide haben unbeschreiblich viele wunderschöne Abenteuer miteinander erlebt. Zu Schweinen habe ich seit meiner frühesten Kindheit eine

sehr intensive Anziehung gespürt und Paulchen war damals die erfüllung all meiner Träume. Schweine faszinieren mich auch heute noch immer wieder mit ihrer unerschütterlichen Klarheit und Genussfähigkeit, dem unbändigen Drang zu leben und dieses voll auszukosten…sie sind allerdings auch eine große Herausforderung, da ihr verlangen nach Freiheit und Selbstbestimmung in menschlicher Hand kaum zu stillen ist.

 

DAISY   *Herbst 2006

Auch wenn Paulchen das Tier ist, dass mich aktuell am längsten begleitet, so ist Daisy doch das älteste von ihnen. Daisy war zwei jahre alt und ich 10, als ich sie aus einer „Zucht“ übernommen habe. Dort sollten möglichst kleine Minnischweine gezüchtet werden und die Strategie hierzu war, den Tieren möglichst wenig fressen zu geben damit sie nicht wuchsen. Ich habe leider keine Fotos von ihr, kurz nach ihrer Ankunft. Aber auch einen Monat später war ihr Zustand noch erbärmlich…nur ihr Bauch war kugel rund…und wie sich herausstellte voll mit 6 kleinen Ferkeln…Zu beginn war Daisy sehr ängstlich & bissig aber mit etwas Gedult ist sie heute ein richtiges Schmuseschwein.

 

WONDER   *Mai 2007

Meine Ziege Wonder trägt ihren Namen nicht ohne Grund. Sie ist wahrhaftig ein Wunder und das von Beginn an. Den als sie vor 12 Jahren hier auf dem Hof geboren wurde, war ihr Fell nicht weiß sondern ganz und gar gelb. Seitdem sie 3 Jahre alt ist, gibt sie zudem jeden Sommer bis zu 2,5 Lieter Milch am Tag – ohne jemals ein Lamm bekommen zu haben. Stattdessen nimmt sich mich als ihr Lamm an und sie ist die jenige, die mir gezeigt hat, wie sehr eine Mutter Ziege ihre Kinder liebt. Ihre liebe ist bedingungs- & grenzenlos und beindruckt selbst mich immer wieder. Mit Hilfe ihrer Milch konnten bereits einige Notfall-Babys gerettet werden. Von Zieglein über Rehkitze bis hin zu Kaninchenbabys. Wonder ist und bleibt das größte Wunder des Hofes ♥

 

 

PEPPINO   *Februar 2011

Peppino sollte sein Leben als Zuchtbock  verbringen. Allerdings ist er seit seiner Geburt unfruchtbar und für diesen Job deshalb vollkommen untauglich. Er begleitet mich seitdem er 3 Wochen alt ist und ich habe ihn mit der Flasche aufgezogen da seine Mutter als Milchziege auf einem Bio-Betrieb gedient hat. Peppino lässt seinen Ziegen gegenüber manchmal etwas arg den Macker raus hängen…aber eigentlich ist er einer der friedlichsten Bewohner unseres Hofes der es liebt, von Kindern betüdelt zu werden.

SPRING REHSI *21. März 2017

Rehsi wurde auf einem Milchziegen Betrieb geboren und im alter von einer Woche von ihrer Mutter getrennt. Ich habe sie gakauft, da ich die Hoffnung hatte, dass Wanda sie als ihr Lamm adoptieren würde. Leider ist das nicht gelungen und stattdessen habe ich Rehsi mit der Flasche aufgezogen.

Ihren Namen verdankt die der Tatsache das sie am Frühlingsanfang geboren wurde (Spring) und das sie nicht nur sehr Reh-ähnlich aussieht, sondern sich auch so verhält. SIe ist am liebsten im Wald und klettert. ♥    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SUSEWIND   *01. Juni 2011

Nun kommen wir zu meiner treuen Mitbewohnerin Susewind – kurz Suse ♥ Suse habe ich mit 14 von dem Geld, das ich zur Konfirmation bekommen habe, gekauft. Es war damals mein größter Wunsch, einen Hund an meiner Seite zu haben. Aber ich wollte natürlich am liebsten einem ein Zuhause geben, dem es ansonsten weniger gut gehen würde. Im Tierheim fand sich allerdings kein einziger, zu dem ich mich hingezogen fühlte und/oder der die nötigen Grundvorraussetzungen (verträglich mit Kindern, Hunden & anderen Tieren) erfüllte. Über viele Umwege bin ich dann zu der kleinen Suse gekommen. Sie stammt aus einer Hobby-Zucht die wohl zu 100% in das Klischee von Vermehrern passen würde. Die Familie hatte vermutlich nicht viel Geld und besserte dieses dadurch auf, dass sie ihre Hündin 2x im Jahr Welpen bekommen ließ & diese für einen Preis verkauften, der ohne Impfung, Entwurmung & bei der ausschließlichen Fütterung von Abfällen schwer nachvollziehbar ist…

In ihrem Wurf gab es mehrere Rüden und zwei Hündinnen. Zuerst sollte ich ihre Schwester auswählen und Suse war statt dessen dafür vorgesehen, das Erbe ihrer Mutter an zu treten. Doch ihre Schwester versteckte sich vor mir, wohingegen Suse direkt auf mich zu kam. Es genügte ein Blick in ihre Augen um für mich zu entscheiden, dass sie der Hund an meiner Seite sein würde. Und so zog sie kurz darauf bei uns ein. Obwohl sie noch sehr jung war (nicht einmal ganz 8 Wochen) hat sie, anders als die meisten Welpen, nicht ein mal nach ihrer Heimat/ ihrer Familie geweint und war vom ersten Moment hier angekommen. Darüber, dass es vielleicht nicht nur zielführend ist, von Menschen in solchen Situation ein Tier zu kaufen habe ich damals noch nicht lange nachgedacht. Und ehrlich…ich habe es auch nie bereut ♥

 

 

 

 

Suse ist ein wundervoller Begleiter mit unendlicher Lebensfreude & Gedult. Sie liebt es zu schmusen und Auto zu fahren. Mit allen anderen Tieren ist sie verträglich…wenn auch oft eher missmutig darüber…denn eigentlich hätte sie mich gerne für sich alleine und würde am liebsten mit mir um die Welt reisen oder ähnliches…also ja…wir sind uns oft einig…aber wir sind doch sehr verschieden 😀

 

 

MILLI-SARAI   *16.April 2012

Milli ist die erste Kuh gewesen, die ich gekauft habe. Aber sie war nicht die erste Kuh, die mein Herz berührte. Um genau zu sein, war ich sehr verletzt von meinen Erfahrungen auf einem konventionellen Milchviehbetrieb und habe mich damals deswegen dazu entschlossen, mein Schulpraktikum auf einem Bio-Milchviehbetrieb zu machen, weil ich erfahren wollte, ob das Leben der Kühe dort mehr meinen Wertvorstellungen entspricht. Und ja, an einigen stellen tat es das. Aber dennoch musste ich erleben, dass das Systhem indem die Menschen & Tiere dort funktionieren noch immer das selbe ist.

Aufgrund verschiedenster Zufälle sind Milli und ich uns in dieser Zeit sehr nahe gekommen. Sie war in der Nacht vor meinem ersten Praktikumstag geboren wurden und sollte im alter von 14 Tagen zum mästen verkauft werden. Doch das konnte ich nicht zulassen. Und so habe ich damals meine ganze Welt auf den Kopf gestellt und habe an meinem 15. Geburstag, dem Tag, andem sie eigentlich in die Mast gehen sollte, meine erste eigene Kuh gekauft.

Ich und Milli an dem Tag, an dem ich sie gekauft habe

In den ersten Jahren hatte ich sehr große Erwartungen an das, was ich und Milli gemeinsam würden erreichen können. Einer meiner größten Wünsche war es schon damals, mehr Menschen davon zu überzeugen, wie großartig Kühe sind. Ich wollte beweisen, wie viel sie können, wie intelligent sie sind & das sie es nicht verdient haben, so sehr anders behandelt zu werden als bsw. Pferde. Dieser Wunsch trieb mich dabei an, alles mögliche zu versuchen um Milli etwas bei zu bringen, dass auch andere Menschen darauf aufmerksam machen würde, wie wundervoll sie war. Deswegen habe ich begonnen, Milli zu reiten. Es war ein langer Weg für mich, zu lernen, dass das nicht der Weg ist, der für uns stimmig ist. Milli ist, auch wenn es ihr Erscheinungsbild auf den ersten Blick nicht vermuten lässt, ein sehr sensibles Tier. Um sie reiten zu können, musste ich sie oft in ihrer Freiheit beschränken und habe sie und mich unter unnötigen Druck gesetzt. Denn was ich gelernt habe ist, dass Kühe garnichts besonderes können oder tun müssen, um beweisen zu können, wie großartig sie sind. Jeder Mensch, der offen für eine Begegnung auf Augenhöhe mit ihnen ist, wird diese Entdeckung ganz von alleine machen 😉

Milli und ich bei einem Treffen mit der Zeitung

Und das ist nur eine Kleinigkeit von so unendlich vielen Dingen die ich von ihr über Kühe, mich selbst und das Leben lernen durfte. Milli ist ein sanfter Riese. Eine natürliche Autorität mit der Fähikeit, sanfte aber klare Grenzen zu ziehen

Milli und Emma

und mit einer unerschütterlichen Mutterliebe. Im laufe der letzten 2 Jahre hat Milli hier mittlerweile 5 fremde Kälber adoptiert. Drei von ihnen waren nur zwischenzeitlich bei uns, aber ihre beiden jüngsten Adoptivkinder – Benjamin & Emma, bleiben bei ihr. Wer mehr über Milli lesen möchte, kann das hier auf dem Blog von „It´s cowtime“ tun. Dort wird Milli für den Monat Juli 2019 vorgestellt.

 

 

MOLLI-NORE    *20.November 2013

Molli war das zweite Kalb, dass ich gekauft habe. Maßgeblich dafür war vor allen Dingen ihre unbeschreibliche Süßheit. Und dabei ist es auch geblieben…trotz ihrer manchmal beeindruckenden Sturheit, Gefräßigkeit und nahezu unerträglichen Trotzanfällen ist und bleibt sie unfassbar und bezaubernt süß. Molli hat eine besondere Stärke in Eigensinnigkeit & darin, zu genießen. Und zwar voll und ganz. Im Hier und Jetzt. Grenzenlos.

Aber ich bin nicht die einzige, die Molli bereits in jungen Jahren um den Finger gewickelt hat….Molli ist die „Pflegekuh“ von Hannah – einem mittlerweile 14 jährigen Mädchen, dass uns seit fünf Jahren regelmäßig besuchen kommt um mit anzupacken und Zeit mit den Tieren zu verbringen. Besonders zu Molli hat Hannah eine sehr intensive Verbindung.

 

 

URSUS CORBINIAN WOTAN   *12. Dezember 2015

Ursel war das dritte Kalb, das ich gekauft habe. Ich war gerade 18 und fühlte mich recht frei…besonders, nachdem ich meine Rinder zum ersten mal für sechs Monate alleine auf einer gepachteten Weide versorgt hatte. In dieser Zeit hatte ich kein einziges Kalb gesehen und so muss ich gestehen, dass Ursel es nicht übermäßig schwer hatte, sich seinen Weg in mein Herz zu bahnen. Um genau zu sein, brauchte er dafür etwa 10 Sekunden 😀 Als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe, war er erst wenige Stunden alt und lag nass & alleine bei fürchterlichem Dezember-Wetter in seiner Kälberbox. Ich habe ihn mit Stroh trocken gerieben und als ich gegangen bin, rief er mir

hinterher…was soll ich sagen…es verging nur eine knappe Woche, bis ich ihn ebenfalls „mein eigen“ nennen konnte.  Und auch wenn er nicht mein erstes Kalb war, so war er doch das erste, dass ich alleine aufgezogen habe. Kurz gesagt – mein ganzer Stolz! Mittlerweile ist Ursel ein stattlicher Ochse geworden. Er ist sehr freundlich & zugewandt aber auch sehr klar in seinem Auftreten und liebäugelt sehr mit der Position des Herdenführers. Seinen jugendlichen Leichtsinn hat er aber noch nicht verloren…was manchmal recht anspruchsvoll für die Nerven, meistens aber einfach nur wild & wundervoll ist ♥

 

 

EMMA-JOEL   *14. April 2018

Emma kam über Hannah zu mir (eines der Mädchen die mich und die Tiere regelmäßig besuchen). Sie war bei ihrer Geburt viel zu klein (unter 20kg) und deswegen für die Mast eigentlich unbrauchbar. Hannah hatte sich Hals über Kopf in die kleine verliebt und wollte

Emma & Hannah

Kleine & Kranke Emma

sie nun retten…und ja…was soll ich sagen…ich habe es nicht bereut 😀 Auch wenn Emma uns in den ersten Wochen hier sehr viele Sorgen gemacht hat, da sie einen schweren

Virus mitgebracht hatte und wir ihren kleinen Körper mit aller Kraft am Leben halten mussten, wird man es heute schwer haben,

Adoptiert

einen strahlenderen Sonnenschein zu finden…Emma hat sich für das Leben entschieden, anstatt es einfach nur geschenkt zu bekommen.

Mit einem gleichalten Kalb

Und das merkt man. Emma strahlt mit dem ganzen Herzen und genießt ihr Leben in vollen Zügen & mit wilden Sprüngen durch Wald und Wiesen. Auch das ihr eines Auge nur sehr eingeschränkt sehen kann, trübt ihre Lebensfreude nicht im geringsten.

 

 

Benjamino    *26. Juli 2018

Benjamin auf der Weide meiner Nachbarn, direkt neben unserem Haus, geboren wurden. Ich hatte eine sehr enge Verbindung zu seiner Mutter und hätte sie sehr gerne übernommen. Aber leider war das nicht möglich. Doch mit Benjamin konnte ich einen Teil von ihr zu mir holen & ihn dabei vor dem Schicksal eines Mastkalbes bewahren. Benjamin lässt bereits davon ausgehen, dass er eines Tages der Größte in meiner Herde sein wird. Doch das bereitet mir keine Sorgen. Denn Benjamin ist auch der sanftmütigste und gelassenste von allen meinen Rindern. Wenn ich ihm in die Augen

schaue, habe ich immer wieder das Gefühl, jemanden vor mir zu haben, der sehr weise ist. Benjamin konnte ich nur aufnehmen, weil ich unglaublich großartige Unterstützung von dem Verein „Stark für Tiere e.V.“ bekommen habe, die Benjamin mit Hilfe von Spendern finanziell absichern.

An dieser Stelle: Vielen Dank dafür!

Benjamin zusammen mit Emma & Mona

 

HAWAY, LOTTI & ALISSA-GREY

  • -Auf dem Weg in eine neue Dimension seit dem 18.11.19 ♥
  • Haway war ein Fundkaninchen mit einer sehr langen, aufregenden Geschichte (die ich sicherlich auch hier irgendwann einmal erzählen werde 😉 ) und ist so vor einigen Jahren hier her gekommen. Haway ist unbeschreiblich klug, scheu & wild. Wenn ihre Farbe sie nicht verraten würde, würde man sie manchmal wohl für ein Wildkaninchen halten 😀

 

Lotti stammt aus einer Zucht und wurde dort aussortiert, weil sie nicht mehr schnell genug tragend geworden ist. Anstatt geschlachtet zu werden, ist sie aber zu mir gekommen und hat, oh wunder, tatsächlich prompt Babys bekommen….Lotti ist in der Hasengruppe am rangniedrigsten und von ihrem gesammten Wesen her sehr schüchtern und zurückhaltend. Mit etwas Gedult darf man sie aber an den Ohren streicheln.

 

 

-Von uns gegangen am 04.07.2019-

Auch Alissa-Grey stammt von einer Zucht und sollte geschlachtet werden, da sie nicht wie gewünscht tragend wurde. Und auch sie hat mich kurz darauf mit Nachwuchs überrascht…Alissa ist ein ungewöhnlich zahmes Kaninchen. Sie liebt es Aufmerksamkeit zu bekommen und gestreichelt zu werden. Ihre zweite Leidenschaft ist das Fressen 😀

 

 

 

 

SCHNECKI    *Irgendwann vermutlich 2017

Schnecki wurde von einer lieben Freundin ausgehungert, mitten auf der Landstraße gefunden. Nachdem auch nach ausgiebiger Suche kein Besitzer gefunden wurde, durfte Schnecki zu mir ziehen. Sie ist zwar nur so lieb zu Küken, wie auf dem Foto, wenn ich daneben stehe, aber dennoch hat sie sich ein wohnliches Nest in meinem Herzen gesichert. Daraus können sie auch ihre nächtlichen Aktivitäten, mit ausgesprochen wiederlichen Überraschungen vor meinem Bett am Morgen, nicht mehr vertreiben. Sie lebt hier sehr selbstständig vor sich hin und hat mehrere Katzenfreunde in der Umgebung mit denen sie sich hin und wieder auch NACHTS unter meinem Bett rauft…aber was hatte ich nochmal gesagt? Ihre nächtlichen Aktivitäten werden sie nicht aus meinem Herzen vertreiben… ♥

 

WER NOCH DAZU GEHÖRT:

 

ADELA & ZORA

Adela & Zora sind die beiden Hunde neben Suse. Sie gehören zu meinen Eltern und ihr werdet sie  sicherlich auch hin und wieder mit mir zusammen sehen ♥

 

HÜHNER, ENTEN, GÄNSE

Zudem leben auch noch einige Hühner, Enten und Gänse hier die zu meinen Eltern gehören aber selbstverständlich auch mein Leben immer wieder bewegen.,