Klarheit…

Morgen, Übermorgen und in der nächsten Woche von Montag bis Mittwoch werde ich in der Ferienbetreuung im Montessori Hort arbeiten. Eigentlich freue ich mich darauf, denn ich weiß, dass die Arbeit Spaß machen wird und bin dankbar dafür, etwas Geld dazu verdienen zu können. Aber dazu werde ich jeden Tag nach Göttingen fahren müssen und vermutlich von 07:00 Uhr bis 18:00 Uhr unterwegs sein. Als ich den Job zugesagt habe, habe ich noch nicht damit gerechnet, dass ich zu dieser Zeit zwei kleine Enten haben werde, die mir auf Schritt und tritt folgen wollen.

Ich weiß nicht, wie ich darauf gekommen bin…aber irgendwie dachte ich, dass ich mein Leben bis dahin bestimmt total gut auf der Reihe haben würde und da ich mir vorgenommen hatte, keine neuen Tiere aufzunehmen, habe ich nicht einen Gedanken daran verschwendet, dass ich mich vielleicht wieder einmal in so einer Situation vorfinden würde…in der Situation gehen zu müssen, obwohl ich bleiben will. Gehen zu müssen und Jemanden zurück lassen zu müssen der verzweifelt auf mich warten wird…Etwas, was mich bereits viele Jahre immer und immer wieder belastet hat. Diese Situationen waren einer der Hauptgründe dafür, dass ich meinen Job gekündigt habe.

Und nun merke ich wieder, wie schwer diese Last wiegt…Es ist zuspät um abzusagen aber ich nehme diese Erinnerung dankbar an…Ich bin einfach nicht geeignet dafür, einen Job zu machen, für den ich von hier fort gehen muss. Das bedeutet für mich auch, dass ich immer klarer darüber werde, dass ich tatsächlich nicht zurück in einen typischen Job gehen möchte. Es ist egal, ob mir die Arbeit Spaß macht oder nicht, ob sie mich erfüllt oder nicht…das wichtigste ist mir, dass ich gut für meine Tiere da sein kann.
Die nächsten Tage stehen mir deshalb sehr bevor. Ich bin noch nicht bereit, meine kleinen Entchen soweit los zu lassen, dass sie hier allein bleiben können und sie sind es auch nicht…aber uns bleibt wohl keine andere Wahl…ich hoffe sehr, es ist das letzte Mal, dass ich mich diesen Gefühlen stellen muss. Aber manchmal ist es nötig, etwas wiederholt und intensiv zu erleben um Klarheit darüber zu erlangen, welcher Weg der ist, den man gehen möchte. Jetzt werde ich weiter mein Badezimmer vorbereiten damit die Kleinen morgen dort den Tag verbringen können. Den Tag über werden sie hin und wieder Besuch von meinen Nachbarn bekommen. Sie sind übrigends unheimlich gewachsen und machen ausdauernt ein beindruckendes Chaos mit ihren Haferflocken 😀

Noch Jemand, der auf mich warten wird…

Mal sehen ob ich dazu komme, in den nächsten Tagen mehr darüber zu schreiben, wie wir mit der Situation umgehen werden.
Ich hoffe, euch geht es gut und bis bald <3

Es ist gar nicht einfach, uns alle auf ein Bild zu bekommen…wer entdeckt die kleinen Enten? 😀

 

 

 

 

 

 

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